Dies ist eine alte Version des Dokuments!
Wärmedämmung von Heizkörpernischen
...und anderen Bauteilen hinter Heizkörpern
Eine oft und leicht in Selbsthilfe durchführbare Maßnahme ist die Wärmedämmung der Heizkörpernische1).
Leicht verarbeitbares, eher weiches, heizkörperseitig mit Wärmereflexions-Eigenschaft (Alubeschichtung) ausgestattetes Material wählen. Je dicker die integrierte Dämmschicht, je besser (siehe *aber* die folgenden Punkte). Wir haben das in der Praxis ausgetestet: Ein gut geeignetes und leicht verarbeitbares Material sind beidseitig aluminiumbeschichtete Noppen-Doppelfolien aus Polyethylen oder -Propylen. Die knicken nicht, verspröden nicht, sind extrem flexibel, ohne Staubentwicklung mit der Schere zu schneiden und gut zu verkleben.
- Es muss ein ausreichender Konvektionsspalt (mind. 2,5 cm) zwischen dem Heizkörper und der Alubeschichtung bleiben, damit der Heizkörper seine Wärme auch von der Rückseite weiter leicht abgeben kann. Dafür ist es i. Ü. immer auch hilfreich, den Heizkörper weder zu verstellen noch zu verbauen. Heizkörperverkleidungen zum Raum hin mögen zwar schöner aussehen, sie reduzieren aber die Wärmeabgabe und erhöhen den Energieverbrauch. Zumindest in Krisenzeiten ist das keine gute Idee2).
* So wichtig die Konvektionsschicht unmittelbar hinter dem Heizkörper ist, so wichtig ist die absolute Vermeidung von Konvektion („keine Hinterlüftung!“) zwischen Dämmplatte und dem bestehenden Außenwandaufbau. Hier eindringende Raumluft kann schlimmstenfalls sogar Feuchte mitbringen. Sinnvoll ist daher die Klebung mit einem geschlossenen Ringwulst entlang der Ränder und eine Abklebung an den Rändern, so dass sichergestellt wird, dass keine Luft zwischen der Dämmplatte und der ursprünglichen Wand (Heizkörpernischen)-Oberfläche entlangströmen kann.
- Steht ein Heizkörper direkt vor einer Verglasung, dann sind die Zusatzverluste besonders hoch, weil Verglasungen3) noch höhere Wärmeverluste nach außen haben als Außenwände. In diesem Fall kann ein Strahlungsschutz zwischen Verglasung und Heizkörper helfen. Geeignet dafür ist jede feste Platte mit etwas größerem Format als der Heizkörper und Aluminium-Reflektor zum Heizkörper hin4). Die „Fensterseite“ kann beliebig gestaltet werden, dunklere Farben führen zu geringerer Rückstreuung von Solarenergie durch das Fenster. Auch ein solcher Strahlungsschutz hinter Heizkörpern.
Solche „Minimaldämmmaßnahmen“ mit wenigen mm bis cm Dämmdicke sind hinter in Betrieb befindlichen Heizkörpern unkritisch - sie empfehlen sich aber leider nicht an anderen Stellen der Außenwände oder Decken oder Dächern: Einmal, weil die Dämmstärken dafür unzureichend sind - zum anderen, wichtiger, weil es sich dabei um Innendämmung handelt, die zwar durchaus möglich und empfehlenswert sein kann, jedoch mehr Kenntnisse, gute Planung und Ausführungssorgfalt benötigt (vgl. unsere Seiten zur Innendämmung).
Ausführliche Anleitung zur Dämmung von Heizkörpernischen mit Dämmplatten.

