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Dämmung der Kellerdecke

Die Dämmung der Kellerdecke von unten ist eine Maßnahme die fast unabhängig von allen anderen Maßnahmen durchgeführt werden kann. Anders als am Dachrand werden die Kellerdecken- und Außenwanddämmung beim bestehenden Gebäude durch die aufgehende Kellerwand voneinander getrennt.
Trotzdem sollten bei der Dämmung der Kellerdecke bestimmte Dinge berücksichtigt werden. Die Dämmstärke sollte – solange es die Raumhöhe zulässt – mindestens 10 cm, möglichst aber 15 cm betragen. Damit können fast alle unter der Decke verlaufenden Leitungen (z.B. Elektrokabel) in der Dämmschicht verschwinden. Das ist nicht nur optisch besser, sondern vermeidet die sonst entstehenden Wärmebrücken von vorneherein, siehe Abbildung 12.

Abbildung 11: Dämmung der Kellerdecke von unten sollte lückenlos und in ausreichender Stärke realisiert werden. Die im Bild dargestellte Dämmung ist unzureichend.


Im Randbereich der Kellerdecken sollten die Kellerwände mit einer Begleitdämmung von 20 bis 50 cm Breite versehen werden, die möglichst dieselbe Dämmstärke, mindestens aber die halbe Dämmstärke wie die Dämmung unter der Decke hat, Abbildung 11. Damit lassen sich die Wärmebrückenverluste der aufgehenden Kellerwand zwar nur unwesentlich vermindern. Die Maßnahme stellt jedoch sicher, dass die Oberflächentemperaturen an den Innenoberflächen der Außenwände in den Erdgeschossräumen im Bereich der Fußleisten hoch genug liegen. Können die Oberflächentemperaturen dort immer über 13 °C gehalten werden, so kann ein Schimmelwachstum wegen Feuchte sicher ausgeschlossen werden. Das Pendant zur innenseitigen Begleitdämmung ist die außen am Perimeter des Gebäudes herabgezogene Dämmung, die mindestens bis knapp über die Geländeoberkante reichen sollte, Abbildung 12. Die Bilder zeigen Beispiele aus dem Sanierungsprojekt Tevesstraße in Frankfurt/Main [Kaufmann / Peper / Pfluger / Feist 2009].

Abbildung 12: Begleitdämmung an den Kellerwänden außenseitig (links) und innenseitig (Mitte und rechts) [Kaufmann / Peper / Pfluger / Feist 2009]


Abbildung 13: Begleitdämmung an den Kellerwänden bei der Altbausanierung. Innen- und außenseitig sollte die Dämmung mindestens 20, eher 50 cm unter die Kellerdeckenlinie herabgezogen werden. Unten: Analog Begleitdämmung für aufgehende Innenwände im Keller. Eine ausführliche Dokumentation dieser Details findet sich in [Kaufmann / Peper / Pfluger / Feist 2009]




Siehe auch

Vorhergehende Abschnitte

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