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planung:passivhaus_nichtwohngebaeude:passivhaus-krankenhaeuser:grundlagenstudie_-_umsetzung_des_passivhauskonzept_in_krankenhaeusern

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planung:passivhaus_nichtwohngebaeude:passivhaus-krankenhaeuser:grundlagenstudie_-_umsetzung_des_passivhauskonzept_in_krankenhaeusern [2014/05/23 15:22]
cweber
planung:passivhaus_nichtwohngebaeude:passivhaus-krankenhaeuser:grundlagenstudie_-_umsetzung_des_passivhauskonzept_in_krankenhaeusern [2018/10/25 13:15] (aktuell)
cblagojevic
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 Im Vergleich zu anderen Nichtwohngebäuden sind im Krankenhaus vor allem die langen Nutzungszeiten charakteristisch. Viele Bereiche werden auch am Wochenende und in der Nacht genutzt. ​ Im Vergleich zu anderen Nichtwohngebäuden sind im Krankenhaus vor allem die langen Nutzungszeiten charakteristisch. Viele Bereiche werden auch am Wochenende und in der Nacht genutzt. ​
-Wie Berechungen ​zum Kunstlichtbedarf zeigen, weisen die Pflegezimmer und die Flure der Allgemeinpflege,​ aufgrund der durchgängigen Nutzung, die höchsten Energiebedarfswerte auf. Zwar sind die Mindestbeleuchtungsstärken in den Untersuchungsräumen und Dienstzimmern am höchsten, doch bestehen dort aufgrund der überwiegend am Tage stattfindenden Nutzung auch die besten Voraussetzungen für die Tageslichtnutzung. Der Kunstlichtbedarf ist dort daher deutlich geringer als in den Bettenzimmern.\\+Wie Berechnungen ​zum Kunstlichtbedarf zeigen, weisen die Pflegezimmer und die Flure der Allgemeinpflege,​ aufgrund der durchgängigen Nutzung, die höchsten Energiebedarfswerte auf. Zwar sind die Mindestbeleuchtungsstärken in den Untersuchungsräumen und Dienstzimmern am höchsten, doch bestehen dort aufgrund der überwiegend am Tage stattfindenden Nutzung auch die besten Voraussetzungen für die Tageslichtnutzung. Der Kunstlichtbedarf ist dort daher deutlich geringer als in den Bettenzimmern.\\
  
 Ferner belegen die Berechnungen,​ dass gegenüber den Annahmen der EnEV 2009 der Energiebedarf beträchtlich reduziert werden kann. Der wesentliche Beitrag wird hierbei mit einer effizienten Kunstlichtausstattung erzielt. Alleine durch die optimierte Ausstattung mit Leuchten (Zielwerte gemäß [[planung:​passivhaus_nichtwohngebaeude:​passivhaus-krankenhaeuser:​grundlagenstudie_-_umsetzung_des_passivhauskonzept_in_krankenhaeusern#​Literatur|[SIA 380-4]]] werden eingehalten) beträgt die Einsparung 70 % in Bettenzimmer bzw. 60 % in Untersuchungsräume und Dienstzimmern. \\ Ferner belegen die Berechnungen,​ dass gegenüber den Annahmen der EnEV 2009 der Energiebedarf beträchtlich reduziert werden kann. Der wesentliche Beitrag wird hierbei mit einer effizienten Kunstlichtausstattung erzielt. Alleine durch die optimierte Ausstattung mit Leuchten (Zielwerte gemäß [[planung:​passivhaus_nichtwohngebaeude:​passivhaus-krankenhaeuser:​grundlagenstudie_-_umsetzung_des_passivhauskonzept_in_krankenhaeusern#​Literatur|[SIA 380-4]]] werden eingehalten) beträgt die Einsparung 70 % in Bettenzimmer bzw. 60 % in Untersuchungsräume und Dienstzimmern. \\
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 In den Reinigungs- und Desinfektionsautomaten dient der größte Energieanteil der Erwärmung des Wassers. Dort liegt daher auch das wesentliche Einsparpotential. Der sparsame Umgang mit Wasser durch Abstimmung der Wassermengen auf die Standzeit vor dem Spülvorgang und die Art der Reinigungsgüter gehört zu den verfügbaren Maßnahmen und erzielt Energieeinsparungen um 20 % beim Reinigungsprozess. \\ In den Reinigungs- und Desinfektionsautomaten dient der größte Energieanteil der Erwärmung des Wassers. Dort liegt daher auch das wesentliche Einsparpotential. Der sparsame Umgang mit Wasser durch Abstimmung der Wassermengen auf die Standzeit vor dem Spülvorgang und die Art der Reinigungsgüter gehört zu den verfügbaren Maßnahmen und erzielt Energieeinsparungen um 20 % beim Reinigungsprozess. \\
  
-Der größte Teil der zugeführten Energie (über 60 %) gelangt nach dem Reinigungsprozess in Form von Wärme ins Abwasser. Im Gerät integrierte ​Wärmerrückgewinnungssysteme, wie in gewerblichen Küchenspülmaschinen verfügbar, werden für Reinigungsautomaten der ZSVA nicht angeboten. Eine interessante Lösungen bieten Tanksysteme,​ die zumindest eine Wiederverwendung des heißen VE-Wassers (93 °C) aus der Desinfektionsphase ermöglichen. \\+Der größte Teil der zugeführten Energie (über 60 %) gelangt nach dem Reinigungsprozess in Form von Wärme ins Abwasser. Im Gerät integrierte ​Wärmerückgewinnungssysteme, wie in gewerblichen Küchenspülmaschinen verfügbar, werden für Reinigungsautomaten der ZSVA nicht angeboten. Eine interessante Lösungen bieten Tanksysteme,​ die zumindest eine Wiederverwendung des heißen VE-Wassers (93 °C) aus der Desinfektionsphase ermöglichen. \\
  
-Die Dampfsterilisation ist das sicherste aber auch energieintensivste Verfahren und gemäß einschlägiger Richtlinien im Krankenhaus gegenüber anderen Methoden zu bevorzugen (vgl. [[planung:​passivhaus_nichtwohngebaeude:​passivhaus-krankenhaeuser:​grundlagenstudie_-_umsetzung_des_passivhauskonzept_in_krankenhaeusern#​Literatur|[KRINKO 2012]]). Bei diesem Verfahren wirkt reiner, gesättigter Wasserdampf auf die Oberflächen des Sterilisiergutes. \\+Die Dampfsterilisation ist das sicherste aber auch energieintensivste Verfahren und gemäß einschlägiger Richtlinien im Krankenhaus gegenüber anderen Methoden zu bevorzugen (vgl. [[planung:​passivhaus_nichtwohngebaeude:​passivhaus-krankenhaeuser:​grundlagenstudie_-_umsetzung_des_passivhauskonzept_in_krankenhaeusern#​Literatur|[KRINKO 2012]]]). Bei diesem Verfahren wirkt reiner, gesättigter Wasserdampf auf die Oberflächen des Sterilisiergutes. \\
  
 Bis zu 70 % der Energie werden durch die Prozessführung mit zyklischen Vakuumphasen und Dampfstößen in der Vakuumanlage (im Kondensator und über die Pumpe) an das Kühlwasser abgegeben.\\ Bis zu 70 % der Energie werden durch die Prozessführung mit zyklischen Vakuumphasen und Dampfstößen in der Vakuumanlage (im Kondensator und über die Pumpe) an das Kühlwasser abgegeben.\\
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 ===== Literatur ===== ===== Literatur =====
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 **[[planung:​passivhaus_nichtwohngebaeude:​passivhaus-krankenhaeuser:​aspekte_einer_effizienten_lueftung_in_krankenhaeusern|[Bräunlich 2014]]]** K. Bräunlich, O. Kah, Aspekte einer effizienten Lüftung in Krankenhäusern,​ 18. PHT 2014 Aachen.\\ **[[planung:​passivhaus_nichtwohngebaeude:​passivhaus-krankenhaeuser:​aspekte_einer_effizienten_lueftung_in_krankenhaeusern|[Bräunlich 2014]]]** K. Bräunlich, O. Kah, Aspekte einer effizienten Lüftung in Krankenhäusern,​ 18. PHT 2014 Aachen.\\
  
planung/passivhaus_nichtwohngebaeude/passivhaus-krankenhaeuser/grundlagenstudie_-_umsetzung_des_passivhauskonzept_in_krankenhaeusern.txt · Zuletzt geändert: 2018/10/25 13:15 von cblagojevic