Hitzeschutz – Sommerfall in Schulen
Vortragende: Tanja Schulz, Jessica Grove-Smith, Passivhaus Institut
Schulen mit ihrer hohen Belegungsdichte und zunehmenden technischen Ausstattung erfordern angepasste Lösungen, um auch in zukünftig heißeren Sommern erfolgreiches Lernen zu gewährleisten. Wie aus Studien des Passivhaus Instituts hervorgeht, werden Schulbauten in absehbarer Zeit nicht ohne Temperierung auskommen. Wenn der Fokus primär auf der optimalen Nutzung passiver Strategien liegt, bleibt der Aufwand für zusätzliche aktive Maßnahmen gering. Anhand von praktischen Beispielen wird gezeigt, wie das gelingen kann.
Die Überprüfung des Sommerfalls sowie die Umsetzung geeigneter passiver und aktiver Kühlstrategien sind fester Bestandteil der Passivhaus-Projektierung. Hierfür stehen Tools wie ein Sommer-Stresstest zur Verfügung, um die Resilienz der passiven Sommerkomfort-Strategie auch unter zukünftig steigenden Temperaturen oder bei Einschränkung passiver Maßnahmen (z. B. bewegliche Verschattung, Nachtlüftung) zu überprüfen. Die Erfahrungen und die Hitzeperioden dieses Jahres zeigen deutlich, dass passive Kühlmaßnahmen auch in Deutschland zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Daher ist es oft empfehlenswert, bereits im frühen Planungsprozess aktive Kühlmaßnahmen zukunftssicher einzuplanen.
