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Neubau / Nichtwohngebäude

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Messen, Steuern, Regeln für Gebäude im Passivhaus-Standard
Autor*innen:Wolfgang Hasper

Automatisierung und Steuerung sind für den Gebäudebetrieb unerlässlich, erfordern jedoch einen etwas anderen Ansatz, um den besonderen Eigenschaften von Passivhäusern gerecht zu werden. Diese unterscheiden sich von konventionellen Gebäuden durch ihre hochwärmegedämmte Gebäudehülle, ihre lange thermische Zeitkonstante und die herausragende Bedeutung der Abwärmenutzung. Mit einer geeigneten Strategie lassen sich viele Aspekte, von der Umgehung der Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung bis hin zur Beschattung, einfach und koordiniert steuern, was die Inbetriebnahme erheblich vereinfacht.
Projektbericht
Verwaltungsgebäude der Polizei in Passivhaus-Qualität (2017)
Autor*innen: Søren Peper, Wolfgang Hasper, Oliver Ottinger; mit Unterstützung von: Tim Huyeng, Florian Gressie

Das Pilotprojekt eines Dienstgebäudes für das Polizeipräsidium Nordhessen in Passivhausbauweise umfasst ein Verwaltungsgebäude mit einer Energiebezugsfläche von 3.870 m² und wurde Ende 2014 in Betrieb genommen. Die Untersuchungsergebnisse belegen, dass ein signifikanter Beitrag zur Energie- und damit auch zur CO2-Reduzierung erreicht wurde und dies bei hoher Behaglichkeitsqualität. Das Pilotprojekt Passivhaus gab bereits vor Fertigstellung maßgebende Impulse für neue Anforderungen zum energieeffizienten Bauen im staatlichen Hochbau in Hessen. Dieser Bericht entstand im Auftrag vom Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung Ref. I 7 Energieeffizienz, Energieberatung
Projektbericht
Leitfaden für energieeffiziente Bildungsgebäude (2010)
Autor*innen: Oliver Kah, Tanja Schulz, Susanne Winkel, Jürgen Schnieders, Zeno Bastian, Berthold Kaufmann

Wie hessische Schulen gute Luft in den Klassenzimmern sichern und obendrein Heizenergie sparen können, zeigt der Leitfaden für energieeffiziente Bildungsgebäude, der vom Passivhaus Institut im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erstellt wurde. „Mit dem nun vorliegenden Leitfaden für energieeffiziente Bildungsgebäude werden grundlegende Voraussetzungen für eine energieeffiziente Planung für Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen vor allem von Schulen, Kindergärten und –tagesstätten und auch praxisorientierte Handlungsstrategien und -empfehlungen für Bauherren, Planer und ausführende Firmen aufgezeigt,“ so Lucia Puttrich, Hessische Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Zahlreiche Untersuchungen belegen mangelhafte Luftqualität in Schulen und Kindertagesstätten. Aufgrund der hohen Belegungsdichten ist häufig ein ausreichendes Lüften über Fenster kaum zu realisieren. Dabei ist die Luftqualität in Bildungsgebäuden besonders wichtig: Kinder sind nachweislich empfindlicher gegenüber Innenraumluftbelastungen, da sie im Verhältnis zu ihrem Gewicht höhere Luftmengen einatmen und sich ihre Organe noch im Wachstum befinden. Anhand von Praxisbeispielen zeigt die Studie, dass mit einer kontrollierten Lüftung die Klassenräume ständig mit ausreichender Außenluft versorgt werden können. Neben der Verbesserung der Luftqualität spart die effiziente Lüftung mit Wärmerückgewinnung beträchtlich Energie. Neben dem Themenkreis Luftqualität und Lüftung befasst sich der Leitfaden intensiv mit weitgehenden Energieeffizienz-Maßnahmen im Neubau und bei der Modernisierung von Bildungsgebäuden.
Leitfaden
Passivhausschule Frankfurt Riedberg - Messtechnische Untersuchung und Analyse (2007)
Autor*innen: Søren Peper, Oliver Kah, Rainer Pfluger, Jürgen Schnieders; mit Unterstützung von Patrick Möller, Wolfgang Hasper, Matthias Nagel, Cornelia Baumgärtner, Vahid Sariri, Zeno Bastian

Die Grundschule und Kindertagesstätte im Frankfurter Stadtteil Riedberg (Bj. 2004) ist als Passivhaus realisiert worden. Das Gebäude verfügt über eine Energiebezugsfläche von ca. 5.500 m² und ist für 400 Grundschüler in 16 Klassen und für 100 bis 125 Kinder in der Kita ausgelegt. Das Gebäude wurde in einem begleitenden umfangreichen Monitoring über zweieinhalb Jahre vom Passivhaus Institut im Auftrag der Stadt Frankfurt a.M. und mit Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) untersucht. Schwerpunkte der Untersuchung waren: Energieverbrauch, Behaglichkeit und Luftqualität (CO2-Konzentration in Klassenräumen), Luftwechsel in Klassenräumen - Planungsempfehlung, Feldmessung einer Lüftungsanlage (4800 m³/h), Funktionsprüfung Dämmschürzen (Alternative Bodenplattendämmung), Luftwechsel im Eingangsbereich von Nichtwohngebäuden.
Projektbericht
Langzeiterfahrung zur Funktion der Dämmschürze beim Projekt Passivhaus Grundschule Frankfurt-Riedberg ** (2011) **
Autor*innen: Søren Peper, Jürgen Schnieders, Wolfgang Feist

Bei hoch wärmegedämmten Gebäuden stellen Dämmschürzen eine Alternative zur hochwertigen Dämmung der Bodenplatte dar. Bei der 2004 errichteten Schule in Passivhausbauweise „Frankfurt Riedberg“ wurde die Eignung und Wirkung von Dämmschürzen systematisch untersucht. Die Bodenplatte der Schule weist aus statischen Gründen zahlreiche Wärmebrücken auf. Aus diesem Grund wurde die Bodenplatte nur mäßig gedämmt. Der Wärmeschutz wurde durch 2 m tiefe Dämmschürzen entlang der Gebäudekante ergänzt. Um Aussagen zur langfristigen Funktion dieser Dämmschürzen als Gründungsalternative zur Verbesserung einer nur mäßig gedämmten Bodenplatte machen zu können, wurden vom Passivhaus Institut insgesamt über 6 Jahre Messdaten aufgezeichnet und ausgewertet. Außerdem wurde ein zweidimensionales thermisches Simulationsmodell erstellt, welches für die Messdatenauswertung eingesetzt wurde. Bereits die Temperaturmesswerte zeigen, dass sich - wie erwartet - unter dem Gebäude ein Wärmesee („Wärmeglocke“) ausbildet, welcher die Wärmeverluste durch die Bodenplatte nennenswert reduziert. Es zeigt sich, dass die gemessenen Temperaturen und Wärmeströme im Erdreich mit den berechneten Werten gut übereinstimmen. Die Messungen sind verträglich mit der Annahme, dass die Berechnung der Wärmeverluste durch das Erdreich realistische Ergebnisse liefert. Die Langzeitmessungen zeigen die Funktion des Konzeptes. Aufgrund der Untersuchung werden Planungshinweise für zukünftige Bauten gegeben. Insgesamt erlauben es die hier durchgeführten Messungen, die Verwendung von Dämmschürzen als eine von mehreren denkbaren Gründungsalternativen zu empfehlen. Die Forschungsarbeit wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der DOW Deutschland (DOW) finanziert.
Projektbericht
Wissenschaftliche Begleitung, Qualitätssicherung und Messdatenauswertung beim Projekt „Fabrik als Passivhaus“ - Endbericht (2003)
Autor*innen:Søren Peper, Wolfgang Feist, Jürgen Schnieders

Bereits im Jahr 2000 ist das erste Fabrikgebäude mit Passivhaus-Konzeption in Zwingenberg an der Bergstraße entstanden (Firma SurTec, Architekt M. Zimmer). In dem dreispännigen kompakten Gebäude mit über 4.100 m² Energiebezugsfläche und 22.700 m³ Raumluftvolumen sind die Produktion, das Labor, ein dreispänniges Hochregallager mit 2000 Palettenplätzen sowie die Büros des Unternehmens aus dem Bereich der Oberflächenveredlung unter einem Dach vereint. Die Übertragung des Passivhaus-Konzeptes auf ein Fabrikgebäude, insbesondere eines für die chemische Industrie, ist ein sehr ehrgeiziges Projekt. Neben dem Zeit- und Kostendruck, welcher am Bau typisch, bei einem Industriebau aber nochmals verschärft ist, ergeben sich bei einem solchen Prototyp mit erhöhten energetischen Anforderungen viele innovative Aufgaben und Herausforderungen. Das Passivhaus Institut war im Rahmen des SolarBau Monitor Projektes (Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit) im Auftrag der Technischen Universität Darmstadt mit der wissenschaftlichen Begleitforschung beauftragt. Insgesamt zeigt das Projekt SurTec, dass sich Passivhaustechnik erfolgreich auch bei Gewerbebauten einsetzen lässt. Komponenten für eine hocheffiziente Energienutzung in spezifischen Anwendungsfällen müssen jedoch jeweils neu entwickelt und getestet werden. Aus den nun vorliegenden Erfahrungen lassen sich Empfehlungen für Folgeprojekte ableiten, welche die Betriebsergebnisse weiter verbessern und die Energiebilanz nochmals zu geringeren Werten verschieben können. In der 2. Generation ist der Passivhausstandard unter Verwendung dieser Erfahrung zuverlässig erreichbar.
Projektbericht
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